Ploimer Geschichten Geschichtsverein Pflaumheim /index.php?option=com_content&view=section&id=21&layout=blog&Itemid=66 2026-11-01T08:56:13Z Joomla! 1.5 - Open Source Content Management Ein Ploimer in der Stadt 2010-04-14T16:34:31Z 2010-04-14T16:34:31Z /index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=113:ein-ploimer-in-der-stadt&amp;catid=50:ploimer-geschichten&amp;Itemid=66 <h4><em>Ein Ploimer in der Stadt </em></h4><p style="text-align: center; line-height: normal" class="MsoNormal" align="center"><span style="font-size: 14pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Der gebackene Furz</span></p> <p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">In Pflaumheim an der Ecke zur Schulgasse hat das alte Bauerngeschlecht der Familie Stegmann ihren Stammsitz. Vorher hatten die Stegmanns „Im Eck“ hinter der Bäckerei Kämmerer ihr Zuhause. Des  halb hat sich im Ort für die Nachkommen der Stegmanns der Haus- und Sippenname <em>„Eckebauer“ </em>eingebürgert.</span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Der Senior Gabriel Stegmann, ein Ploimer Original vom Jahrgang 1898, war im Ort überall als „Eckebauers Gaweräl“ bekannt und hatte zeitlebens den Schalk im Nacken sitzen. Noch in seinen alten Tagen als Aussiedler draußen im Weintal hat er sich seinen trockenen Humor bewahren können.</span></p><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Von Ihm erzählt man sich in Ploume heute noch gerne folgende Anekdote:</span></p><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Anfangs der 50er Jahre ist der Gaweräl mit dem Postbus in die Stadt gefahren. Am Freihof stieg er aus und marschierte schnurstracks in Richtung Herschelgasse. Vorne an der Ecke machte er einen Linksschwenk und kehrte erste einmal beim von ihm so geliebten Gasthaus „Zum Woschtbennel“ ein. Wie es sich für einen gestandenen Landmann gehörte, setzte er sich an den Biertisch gleich neben der Theke und bestellte sich ein frisches Helles. Genüsslich steckte er sich dann einen schon halb abgerauchten Zigarrenstumpen ins Gesicht.</span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Nachdem er beim Zahlen noch kurz mit der Kellnerin geschäkert hatte, trottete er gut gelaunt die Herschelgasse hoch. Beim „Immerschütt“ blieb er vor dem Schaufenster stehen und studierte die Sonderangebote an Sämereien.  Der „Eckebauer“ plant neuerdings ein kleines Experiment und will auf einem Ackerstück Kohlrabi ansähen. Heute ist aber nur der Mangold im Sonder-Angebot und der Gaweräl isst doch für sein Leben gern das „Käihlstielgemies“ aus Mangold, so wie es ihm seine bessere Ehehälfte „Brischida“ manchmal auf den Mittagstisch stellt.</span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Was soll er da jetzt als alter Genieser machen? Soll er umdisponieren und morgen Mangold statt Kohlrabi aussähen? Eigentlich hatte der Gaweräl den ganzen Vormittag Zeit für sich eingeplant und wollte dabei noch so ganz nebenher das süße Stadtleben genießen. </span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Wie er sich so vor den Sämerei-Auslagen präsentiert und noch am Überlegen ist, zieht er kaum bemerkbar die rechte Hüfthälfte etwas hoch – und lässt krachend einen fahren!</span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Eine vorüber eilende Dame mit hohen Stöckelabsätzen zuckt hinter ihm zusammen, rümpft ihr empfindliches Näschen und ruft empört: </span></p> <p style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: center; line-height: normal" class="MsoNormal" align="center"><strong><em><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">„Ach wie roh!“</span></em></strong></p> <p style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal" class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Der alte „Schoude Gaweräl“ dreht sich genüsslich um und ruft der eleganten Dame hinterher:</span></p> <p style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: center; line-height: normal" class="MsoNormal" align="center"><strong><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626"> <em>„Äwwer liebes Frolleinsche – währe er ihnen denn gebacke lieber gewäse?!“ </em></span></strong><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626"> <br /></span></p> <p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Die vornehme Dame schüttelt nur ungläubig ihr luftig geföhntes Köpfchen und verschwindet weiter oben leicht frustriert hinter der Eingangstüre vom Kaufhaus Winkelmann.</span></p><p class="MsoNormal" align="right"> <font face="Times New Roman" size="3" color="#808080"> </font><font color="#808080"> </font><font face="Times New Roman" size="3" color="#000000"><span style="font-family: Arial; font-size: 8pt">Aus dem Buch "Ploimer Mundart- und Dorfgeschichten" von Suitbert Kroth, Bearbeitet von Herbert Rachor</span></font></p> <h4><em>Ein Ploimer in der Stadt </em></h4><p style="text-align: center; line-height: normal" class="MsoNormal" align="center"><span style="font-size: 14pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Der gebackene Furz</span></p> <p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">In Pflaumheim an der Ecke zur Schulgasse hat das alte Bauerngeschlecht der Familie Stegmann ihren Stammsitz. Vorher hatten die Stegmanns „Im Eck“ hinter der Bäckerei Kämmerer ihr Zuhause. Des  halb hat sich im Ort für die Nachkommen der Stegmanns der Haus- und Sippenname <em>„Eckebauer“ </em>eingebürgert.</span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Der Senior Gabriel Stegmann, ein Ploimer Original vom Jahrgang 1898, war im Ort überall als „Eckebauers Gaweräl“ bekannt und hatte zeitlebens den Schalk im Nacken sitzen. Noch in seinen alten Tagen als Aussiedler draußen im Weintal hat er sich seinen trockenen Humor bewahren können.</span></p><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Von Ihm erzählt man sich in Ploume heute noch gerne folgende Anekdote:</span></p><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Anfangs der 50er Jahre ist der Gaweräl mit dem Postbus in die Stadt gefahren. Am Freihof stieg er aus und marschierte schnurstracks in Richtung Herschelgasse. Vorne an der Ecke machte er einen Linksschwenk und kehrte erste einmal beim von ihm so geliebten Gasthaus „Zum Woschtbennel“ ein. Wie es sich für einen gestandenen Landmann gehörte, setzte er sich an den Biertisch gleich neben der Theke und bestellte sich ein frisches Helles. Genüsslich steckte er sich dann einen schon halb abgerauchten Zigarrenstumpen ins Gesicht.</span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Nachdem er beim Zahlen noch kurz mit der Kellnerin geschäkert hatte, trottete er gut gelaunt die Herschelgasse hoch. Beim „Immerschütt“ blieb er vor dem Schaufenster stehen und studierte die Sonderangebote an Sämereien.  Der „Eckebauer“ plant neuerdings ein kleines Experiment und will auf einem Ackerstück Kohlrabi ansähen. Heute ist aber nur der Mangold im Sonder-Angebot und der Gaweräl isst doch für sein Leben gern das „Käihlstielgemies“ aus Mangold, so wie es ihm seine bessere Ehehälfte „Brischida“ manchmal auf den Mittagstisch stellt.</span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Was soll er da jetzt als alter Genieser machen? Soll er umdisponieren und morgen Mangold statt Kohlrabi aussähen? Eigentlich hatte der Gaweräl den ganzen Vormittag Zeit für sich eingeplant und wollte dabei noch so ganz nebenher das süße Stadtleben genießen. </span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Wie er sich so vor den Sämerei-Auslagen präsentiert und noch am Überlegen ist, zieht er kaum bemerkbar die rechte Hüfthälfte etwas hoch – und lässt krachend einen fahren!</span></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Eine vorüber eilende Dame mit hohen Stöckelabsätzen zuckt hinter ihm zusammen, rümpft ihr empfindliches Näschen und ruft empört: </span></p> <p style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: center; line-height: normal" class="MsoNormal" align="center"><strong><em><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">„Ach wie roh!“</span></em></strong></p> <p style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal" class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Der alte „Schoude Gaweräl“ dreht sich genüsslich um und ruft der eleganten Dame hinterher:</span></p> <p style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: center; line-height: normal" class="MsoNormal" align="center"><strong><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626"> <em>„Äwwer liebes Frolleinsche – währe er ihnen denn gebacke lieber gewäse?!“ </em></span></strong><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626"> <br /></span></p> <p class="MsoNormal" align="justify"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626">Die vornehme Dame schüttelt nur ungläubig ihr luftig geföhntes Köpfchen und verschwindet weiter oben leicht frustriert hinter der Eingangstüre vom Kaufhaus Winkelmann.</span></p><p class="MsoNormal" align="right"> <font face="Times New Roman" size="3" color="#808080"> </font><font color="#808080"> </font><font face="Times New Roman" size="3" color="#000000"><span style="font-family: Arial; font-size: 8pt">Aus dem Buch "Ploimer Mundart- und Dorfgeschichten" von Suitbert Kroth, Bearbeitet von Herbert Rachor</span></font></p> Die Mogelei im Landsuhles 2010-03-28T11:25:45Z 2010-03-28T11:25:45Z /index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=105:die-mogelei-im-landsuhles&amp;catid=50:ploimer-geschichten&amp;Itemid=66 <h4><em>Grenzstreit zwischen Pflaumheim und dem Cent Ostheim</em> <br /></h4> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Mogelei im „Landsuhles“</span></font></p> <p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Nach dem 30-jährigen Kriege lagen die Felder verwüstet, ganze Dörfer wie Ringheim waren ausgestorben und die Gemarkungsgrenzen waren überwachsen. Als nach einigen Jahrzehnten sich die Bevölkerung wieder auffüllte, kannte man die Grenzen nicht mehr. Man suchte nach alten Grenzsteinen und viele Nachbargemeinden gerieten in Streit.</span></font></p><p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">So geschehen auch im Streit um das Waldstück im Land Orlis (Land Suhles) zwischen der Gemeinde Pflaumheim und dem Cent Ostheim. In der Zeit um 1700 war der Wald im Land Orlis jedenfalls in Pflaumheimer Besitz. Im Jahre 1737 beanspruchte plötzlich der Cent Ostheim das Land Orlis für sich. Es entbrannte über viele Jahre ein Streit, bis dann die bedrängte Gemeinde Pflaumheim das höchste Gericht im Kurfürstentum Mainz um Hilfe anrief. Der Prozess war sehr langwierig und durchlief alle Instanzen. Eine im Jahre 1791 vorgenommene Steinhebung durch unparteiische Vierrichter ergab, dass das Land Orlis schon um 1615 zu Pflaumheim gekommen sein muss und Pflaumheim bekam das Besitzrecht zugesprochen.</span></font></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Noch heute erzählt man sich eine gut erfundene Geschichte wie sich der Grenzstreit im Wald zu getragen haben soll: </span></font></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Um den Streitfall zu klären, hatte das hohe Gericht wieder einmal eine Verhandlung vor Ort anberaumt und dazu wurde auch ein Pflaumheimer Feldgeschworener (Vierrichter) geladen. Er sollte vor Gericht unter Eid aussagen, ob nach seinem Wissen der Grenzstein zu Recht auf seinem jetzigen Platz steht. Dieser Pflaumheimer Vierrichter soll ein überaus gewitzter Bauer gewesen sein. Bevor er zur Verhandlung im Land Orlis erschienen ist, hat er sich in seine Stiefel eine dicke Lage mit Pflaumheimer Mutterboden eingefüllt und aus der Küche einen kleinen Schöpflöffel geholt und unter seinen Hut gesteckt. Als er dann als Zeuge aufgerufen wurde, um unter Eid zum Grenzverlauf Stellung zu beziehen, soll er mutig vorgetreten sein. Er hat die rechte Hand zum Schwur gehoben, mit links hat er nach oben zum Hute mit dem verborgenen Schöpflöffel gedeutet und mit kraftvoller Stimme ausgesagt:</span></font></p> <p class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> <em>„Ich schwöre bei meinem Schöpfer über mir, dass ich hier </em></span></font></p><p class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"><em>PflaumheimerMutterboden unter meinen Füßen habe!“ </em></span></font></p><p class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"> </font></p> <p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Dieser sichere Auftritt des Feldgeschworenen konnte angeblich das hohe Gericht überzeugen und das Urteil wurde zu Gunsten der Pflaumheimer Gemeinde ausgesprochen!</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <div align="right"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626"> </span><span style="font-size: 8pt; font-family: 'Arial', 'sans-serif'; color: #262626">Aus dem Buch "Ploimer Mundart- und Dorfgeschichten" von Suitbert Kroth, Bearbeitet von Herbert Rachor</span></font></div><div align="justify"> </div> <h4><em>Grenzstreit zwischen Pflaumheim und dem Cent Ostheim</em> <br /></h4> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Mogelei im „Landsuhles“</span></font></p> <p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Nach dem 30-jährigen Kriege lagen die Felder verwüstet, ganze Dörfer wie Ringheim waren ausgestorben und die Gemarkungsgrenzen waren überwachsen. Als nach einigen Jahrzehnten sich die Bevölkerung wieder auffüllte, kannte man die Grenzen nicht mehr. Man suchte nach alten Grenzsteinen und viele Nachbargemeinden gerieten in Streit.</span></font></p><p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">So geschehen auch im Streit um das Waldstück im Land Orlis (Land Suhles) zwischen der Gemeinde Pflaumheim und dem Cent Ostheim. In der Zeit um 1700 war der Wald im Land Orlis jedenfalls in Pflaumheimer Besitz. Im Jahre 1737 beanspruchte plötzlich der Cent Ostheim das Land Orlis für sich. Es entbrannte über viele Jahre ein Streit, bis dann die bedrängte Gemeinde Pflaumheim das höchste Gericht im Kurfürstentum Mainz um Hilfe anrief. Der Prozess war sehr langwierig und durchlief alle Instanzen. Eine im Jahre 1791 vorgenommene Steinhebung durch unparteiische Vierrichter ergab, dass das Land Orlis schon um 1615 zu Pflaumheim gekommen sein muss und Pflaumheim bekam das Besitzrecht zugesprochen.</span></font></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Noch heute erzählt man sich eine gut erfundene Geschichte wie sich der Grenzstreit im Wald zu getragen haben soll: </span></font></p><div align="justify"> </div><p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Um den Streitfall zu klären, hatte das hohe Gericht wieder einmal eine Verhandlung vor Ort anberaumt und dazu wurde auch ein Pflaumheimer Feldgeschworener (Vierrichter) geladen. Er sollte vor Gericht unter Eid aussagen, ob nach seinem Wissen der Grenzstein zu Recht auf seinem jetzigen Platz steht. Dieser Pflaumheimer Vierrichter soll ein überaus gewitzter Bauer gewesen sein. Bevor er zur Verhandlung im Land Orlis erschienen ist, hat er sich in seine Stiefel eine dicke Lage mit Pflaumheimer Mutterboden eingefüllt und aus der Küche einen kleinen Schöpflöffel geholt und unter seinen Hut gesteckt. Als er dann als Zeuge aufgerufen wurde, um unter Eid zum Grenzverlauf Stellung zu beziehen, soll er mutig vorgetreten sein. Er hat die rechte Hand zum Schwur gehoben, mit links hat er nach oben zum Hute mit dem verborgenen Schöpflöffel gedeutet und mit kraftvoller Stimme ausgesagt:</span></font></p> <p class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> <em>„Ich schwöre bei meinem Schöpfer über mir, dass ich hier </em></span></font></p><p class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"><em>PflaumheimerMutterboden unter meinen Füßen habe!“ </em></span></font></p><p class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"> </font></p> <p class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Dieser sichere Auftritt des Feldgeschworenen konnte angeblich das hohe Gericht überzeugen und das Urteil wurde zu Gunsten der Pflaumheimer Gemeinde ausgesprochen!</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <div align="right"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman', 'serif'; color: #262626"> </span><span style="font-size: 8pt; font-family: 'Arial', 'sans-serif'; color: #262626">Aus dem Buch "Ploimer Mundart- und Dorfgeschichten" von Suitbert Kroth, Bearbeitet von Herbert Rachor</span></font></div><div align="justify"> </div> Die späte Frühmesse 1921 2010-04-11T11:19:37Z 2010-04-11T11:19:37Z /index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=111:die-spaete-fruehmesse-1921&amp;catid=50:ploimer-geschichten&amp;Itemid=66 <h4><em>Die späte Frühmesse 1921</em></h4> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Ein Missgeschick</span></font></p> <p style="text-align: justify" class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Erst im Jahre 1924 wurde Pflaumheim eine eigenständige Pfarrei. Vorher wurde unsere Gemeinde Jahrhunderte lang von Großostheim betreut und die Pflaumheimer mussten dort in die Kirche gehen.</span></font></p><div align="justify"> </div><p style="text-align: justify" class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">An Sonn- und Feiertagen wurde aber meistens auch in Pflaumheim vom Großostheimer Frühmesser ein Gottesdienst abgehalten. Aus diesem Grund war extra zum Übernachten im Dachboden des Schulhauses ein Zimmerchen für den Kaplan eingerichtet, das er aber nicht regelmäßig benutzt hat. Dann musste der geistliche Herr frühmorgens hoch nach Pflaumheim marschieren.</span></font></p><p style="text-align: justify" class="MsoNormal" align="justify">&nbsp;</p><p style="text-align: justify" class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Dazu folgende Anekdote:</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Der Frühmesser is schwer am schnaufe er kimmt von Ousdem ruf gelaufe.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Zur Frühmess is es höchste Zeit, in Ploume es scho zomme laidt.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Er kürzt soin Weg durchs Gässje noi un kimmt am Haus der Gred vorbei.</span></font></p><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"> </font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Gred hot Strousäck uffgeschillt un wolt ihr Dippsche – gut gefüllt,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">grod nunner iwwers Flössje kippe do bleibt se hänge mit ihr’m Dippe.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Der Fensterrohme bremst den Schwung, dabei kimmt es zur Bruchlandung.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Es fliegt der gonz Botschomber – Dreck jetzt nit mei üwwers Gässje weg.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Brie glatscht – so ein Missgeschick, dem Frühmesser grod ins Knick!</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">„Du liewer Gott“ – ruft do die Gred – „sie kumme heid jo ach sou spät!</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Ich wolt des Ding ins Flessje schwenke – und bleib am Fensterrohme henke.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Mir falle all moi Doudsinn oi – wie konn mer nor sou dabbisch soi!?</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Der Frühmesser im Schweingalopp – rennt ins Haus un wescht soin Kopp.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Gred hot schnell die Lag erkannt – is schnell in die Sakristei gerannt:</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">„Der Frühmesser kimmt erst um acht, weil er noch ein Versehgang macht!“</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Kirchenleut warn sehr geduldig – dem Kranke is mers warte schuldig.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Zum Beichtstuhl hots die Gred gezooche – denn der Versehgang war gelooche!</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Der Pfarrer gab ihr Absolution: <em>„Notlügen“, </em>sagt er <em>„darf man schon!“</em></span></font></p> <p style="text-align: justify" class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <span style="font-size: 9pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"><font color="#000000">Aus dem Buch "Ploimer Mundart- und Dorfgeschichten" von Suitbert Kroth, Bearbeitet von Herbert Rachor</font></span> <h4><em>Die späte Frühmesse 1921</em></h4> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Ein Missgeschick</span></font></p> <p style="text-align: justify" class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Erst im Jahre 1924 wurde Pflaumheim eine eigenständige Pfarrei. Vorher wurde unsere Gemeinde Jahrhunderte lang von Großostheim betreut und die Pflaumheimer mussten dort in die Kirche gehen.</span></font></p><div align="justify"> </div><p style="text-align: justify" class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">An Sonn- und Feiertagen wurde aber meistens auch in Pflaumheim vom Großostheimer Frühmesser ein Gottesdienst abgehalten. Aus diesem Grund war extra zum Übernachten im Dachboden des Schulhauses ein Zimmerchen für den Kaplan eingerichtet, das er aber nicht regelmäßig benutzt hat. Dann musste der geistliche Herr frühmorgens hoch nach Pflaumheim marschieren.</span></font></p><p style="text-align: justify" class="MsoNormal" align="justify">&nbsp;</p><p style="text-align: justify" class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Dazu folgende Anekdote:</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Der Frühmesser is schwer am schnaufe er kimmt von Ousdem ruf gelaufe.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Zur Frühmess is es höchste Zeit, in Ploume es scho zomme laidt.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Er kürzt soin Weg durchs Gässje noi un kimmt am Haus der Gred vorbei.</span></font></p><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"> </font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Gred hot Strousäck uffgeschillt un wolt ihr Dippsche – gut gefüllt,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">grod nunner iwwers Flössje kippe do bleibt se hänge mit ihr’m Dippe.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Der Fensterrohme bremst den Schwung, dabei kimmt es zur Bruchlandung.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Es fliegt der gonz Botschomber – Dreck jetzt nit mei üwwers Gässje weg.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Brie glatscht – so ein Missgeschick, dem Frühmesser grod ins Knick!</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">„Du liewer Gott“ – ruft do die Gred – „sie kumme heid jo ach sou spät!</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Ich wolt des Ding ins Flessje schwenke – und bleib am Fensterrohme henke.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Mir falle all moi Doudsinn oi – wie konn mer nor sou dabbisch soi!?</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Der Frühmesser im Schweingalopp – rennt ins Haus un wescht soin Kopp.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Gred hot schnell die Lag erkannt – is schnell in die Sakristei gerannt:</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">„Der Frühmesser kimmt erst um acht, weil er noch ein Versehgang macht!“</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Kirchenleut warn sehr geduldig – dem Kranke is mers warte schuldig.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Zum Beichtstuhl hots die Gred gezooche – denn der Versehgang war gelooche!</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Der Pfarrer gab ihr Absolution: <em>„Notlügen“, </em>sagt er <em>„darf man schon!“</em></span></font></p> <p style="text-align: justify" class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"> </span></font></p> <span style="font-size: 9pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'"><font color="#000000">Aus dem Buch "Ploimer Mundart- und Dorfgeschichten" von Suitbert Kroth, Bearbeitet von Herbert Rachor</font></span> Die schäumende Rache 2010-04-11T08:30:52Z 2010-04-11T08:30:52Z /index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=110:die-schaeumende-rache&amp;catid=50:ploimer-geschichten&amp;Itemid=66 <h4><em>Die Ploimer und das Schwanenbier</em></h4> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die schäumende Rache</span></font></p><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center">&nbsp;</p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Hat in Oustem ein Kerl ans Posieren gedacht,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">hat er sich an Ploimer Mädchen ran gemacht.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Denn in Oustem war die Parole bekannt:</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Für uns ist dort oben „Gelobtes Land“.</span></font></p><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center">&nbsp;</p><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Für Ploimer Burschen war das gar nicht toll,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">sie hatten bald die Nasen gestrichen voll!</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Sie haben sich listig was ausgedacht,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">worüber man heut - in Ploume oft noch lacht!</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">  </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Unsere Ploimer Besch kommt so friedlich daher,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">gibt Wasser fürs Vieh – und manches mehr.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Wie ein Silberstreif sie das Ortsbild beglückt,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">bevor sie sich still – in Richtung Oustem verdrückt.</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">  </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Wurd vom Schwanenbräu damals ein Bier gebraut,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">hat er voll auf das Wasser des Welzbachs vertraut.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Das war so ein Wasser besonderer Art:</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">mit samtenem Schmelz – dazu billig und zart!</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">  </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Deshalb standen mal morgens sechs Ploimer parat,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">die schritten beim 6-Uhr-Läuten zur Tat.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die dann mit viel Spaß – und schelmischer List,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">in schwungvollem Bogen in den Welzbach gepisst!</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">  </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Unsere friedliche Besch – hat nur kurz mal geschäumt</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">und im frühen Morgenlicht weiter geträumt.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Sie plätschert still und verschwiegen dahin:</span></font></p> <div align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Wem käm denn beim Plätschern was trübes in Sinn</span></font></div><div align="center"> </div><p style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal" align="center">&nbsp;</p><font face="Times New Roman" size="3" color="#808080"> </font><font face="Times New Roman" size="3" color="#808080"> </font> <p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal"><img src="images/geschichtsverein/schwanenbru_2.jpg" border="0" hspace="50" align="left" /></p><p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">&nbsp;</p><p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">&nbsp;</p><p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">&nbsp;</p><p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Familie Hock in Großostheim als Inhaber des Gasthauses „Zum Schwanen“ betrieb in der Bachstraße wie damals üblich ein Gasthaus mit eigener Brauerei. Ab 1870 haben die Hock’s voll auf das Bierbrauen gesetzt und eine große Brauerei in der Bachstraße errichtet. Das weiche Wasser des offenen Welzbachs wurde gerne genutzt. Daher war die schäumende Rache eine einfache Sache.</span></font></p><p>&nbsp;</p><div align="right"><font face="Times New Roman" size="3" color="#000000"><span style="font-family: Arial; font-size: 8pt">Aus dem Buch "Ploimer Mundart- und Dorfgeschichten" von Suitbert Kroth, Bearbeitet von Herbert Rachor </span></font></div><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"> </font></p> <h4><em>Die Ploimer und das Schwanenbier</em></h4> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die schäumende Rache</span></font></p><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center">&nbsp;</p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Hat in Oustem ein Kerl ans Posieren gedacht,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">hat er sich an Ploimer Mädchen ran gemacht.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Denn in Oustem war die Parole bekannt:</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Für uns ist dort oben „Gelobtes Land“.</span></font></p><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center">&nbsp;</p><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Für Ploimer Burschen war das gar nicht toll,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">sie hatten bald die Nasen gestrichen voll!</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Sie haben sich listig was ausgedacht,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">worüber man heut - in Ploume oft noch lacht!</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">  </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Unsere Ploimer Besch kommt so friedlich daher,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">gibt Wasser fürs Vieh – und manches mehr.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Wie ein Silberstreif sie das Ortsbild beglückt,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">bevor sie sich still – in Richtung Oustem verdrückt.</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">  </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Wurd vom Schwanenbräu damals ein Bier gebraut,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">hat er voll auf das Wasser des Welzbachs vertraut.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Das war so ein Wasser besonderer Art:</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">mit samtenem Schmelz – dazu billig und zart!</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">  </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Deshalb standen mal morgens sechs Ploimer parat,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">die schritten beim 6-Uhr-Läuten zur Tat.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die dann mit viel Spaß – und schelmischer List,</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">in schwungvollem Bogen in den Welzbach gepisst!</span></font></p> <p class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">  </span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Unsere friedliche Besch – hat nur kurz mal geschäumt</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">und im frühen Morgenlicht weiter geträumt.</span></font></p> <p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Sie plätschert still und verschwiegen dahin:</span></font></p> <div align="center"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Wem käm denn beim Plätschern was trübes in Sinn</span></font></div><div align="center"> </div><p style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal" align="center">&nbsp;</p><font face="Times New Roman" size="3" color="#808080"> </font><font face="Times New Roman" size="3" color="#808080"> </font> <p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal"><img src="images/geschichtsverein/schwanenbru_2.jpg" border="0" hspace="50" align="left" /></p><p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">&nbsp;</p><p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">&nbsp;</p><p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">&nbsp;</p><p style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: 'Times New Roman', 'serif'">Die Familie Hock in Großostheim als Inhaber des Gasthauses „Zum Schwanen“ betrieb in der Bachstraße wie damals üblich ein Gasthaus mit eigener Brauerei. Ab 1870 haben die Hock’s voll auf das Bierbrauen gesetzt und eine große Brauerei in der Bachstraße errichtet. Das weiche Wasser des offenen Welzbachs wurde gerne genutzt. Daher war die schäumende Rache eine einfache Sache.</span></font></p><p>&nbsp;</p><div align="right"><font face="Times New Roman" size="3" color="#000000"><span style="font-family: Arial; font-size: 8pt">Aus dem Buch "Ploimer Mundart- und Dorfgeschichten" von Suitbert Kroth, Bearbeitet von Herbert Rachor </span></font></div><p style="text-align: center" class="MsoNormal" align="center"><font color="#000000"> </font></p>